Wer denk an den Lokführer?

201324198-lokomotive-berlin-zugunglueck.9Es ist immerwieder sehr dramatisch wenn sich Leute umbringen, selbst wenn das ja der eigene Wille ist. Jeden Tag bringen sich vermutlich tausende Leute um, von den wenigsten hört man.

Nun bringt sich ein bekannter Fußballer mit der wohl sichersten Methode um, er wirft sich vor einen fahrenden Zug.

Sein Ziel hat er damit erreicht, er wollte sterben, klar. Das nun die Familie und die Fans traurig sind kann ich ja sehr gut nachvollziehen.

Jetzt werden im Fernsehen alle möglichen Sendungen zum Thema ausgestrahlt, eine Pressekonferenz wird einberufen und und und.
Ich finde das etwas übeladen, genau wie die Übertragung der Beerdigung. Wer sich das ansehen möchte, kann ja dort hin gehen, aber eine Landesweite Ausstrahlung???

Mir gefällt es hierbei nicht, dass niemand an den Lokführer denkt, der unter Umständen einen Lebenslangen, seelischen Schaden davonträgt. Es ist ja nicht nur der eine. Jeder Lokführer erlebt sowas durchschnittlich 3 mal in seiner Berufslaufbahn. Ein oder zwei Sendungen gab es ja tatsächlich zum Thema.
Leute die sich umbringen wollen, haben eine Entscheidung getroffen. Sie wollen am Leben nicht mehr teilnehmen. Wenn sie diese Entscheidung getroffen haben, sollen sie doch bitte auch nicht das Leben anderer durch ihr freiwilliges Ableben erschweren oder zerstören, sondern sich auf unauffällige Art und Weise abmelden.

25. November 2009

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