Gräflicher Urlaub in Bremen
Es war mal wieder Zeit dem schönen Ruhrgebiet “ade” zu sagen. Es verschlug uns nach Bremen. Eine schöne Stadt an der Weser.
Erbaut auf einem schmalen Landstrich, im Krieg weitläufig zerstört und schließlich zu einer schönen kulturellen Stadt mit viel Scharm und Geschichte ausgebaut. Nicht zu vergessen die Heimat der Bremer Stadtmusikanten.
Los ging es natürlich mit der Buchung bei einem “gräflichen” Reiseunternehmen aus NRW. Zu einen guten Preis von 80€ pro Person inkl. Busfahrt, Frühstück, Abendessen und Stadtführung schlug meine Freundin zu und schenkte mir das ganze zum Geburtstag. Da freut sich der Freund.
Alles aufstehen! Abfahrt um 6:15 Richtung Herne zum Betriebshof und ab 8:00 Uhr mit dem Reisebus Richtung Bremen. Ein kleiner Zwischenstopp nach ca. 2 Stunden. Nach insgesamt ca. 3 Stunden Ankunft in der bremer Innenstadt.
Gleich mal ein Foto gemacht:
Nach zwei Stunden zur freien Verfügung kam auch schon die Reiseleitung um uns durch die Stadt zu führen und ein bisschen über die Geschichte der Stadt zu erzählen.
Zum Beispiel:
Dieses tolle Kunstwerk rettete den Bremern ihre schöne Böttcherstrasse. Die Nationalsozialisten wollten sie zerstören. Die Bremer verkauften dieses Kunstwerk als ein Bild von Erzengel Gabriel (darauf standen die Nazis) und schon wurde die Strasse verschohnt. So oder so ähnlich hat es sich wohl zugetragen.
Oder hier:
Das berühmte Schnoorviertel. Von der größten Armut bishin zur wohl berühmtesten Strasse in Bremen. Das Schnoorviertel, benannt nach der “Schnur” die sich wellt wenn man sie ungespannt hinlegt, genauso wie eben diese Strasse. Hier gibt es das berühmte Katzenkaffee, den Weihnachtsladen oder auch das Bärenhaus zu sehen.
Nach der informativen Rundführung ging es ab ins Hotel. Es liegt direkt am Flughafen, was aber nicht sonderlich stört.
Von aussen schön, von innen modern. Das Zimmer hat eine schöne Ausstattung. LCD-TV, wunschweise mit Pay-TV. Ein schön helles, freundliches Badezimmer und Klimaanlage.
Die Einrichtung hat mir also sehr zugesagt.
Alles war sauber und ordentlich, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Ich sage mal, unter dem Sessel wurde nicht richtig gesaugt und einen früheren Gast überkam das Bedürfniss seine Fußnägel zu schneiden. Das war jedoch das einzige.
Das Abendessen wurde in der Anzeige als “Buffet” angegeben. Es bestand jedoch nur aus Kassler mit Krautsalat, dazu eine Tomatensuppe und kleine Brötchen. Als Dessert wurde dann rote Grütze mit Vanillesoße angeboten. Von “Buffet” kann also nicht wirklich die Rede sein.
Es hat zwar geschmeckt, hätte aber auch besser sein können.
Das Frühstück am nächsten Morgen war jedoch ohne jeden Markel. Es war alles dabei was ein Frühstücks-Buffet haben muss. Inklusive Kaffeautomaten zur Selbstbedienung usw.
Die Mitarbeiter/innen schienen eher auf Englisch anstatt auf Deutsch spezialisiert zu sein, was der Kommunikation jedoch keinen Abbruch tat.
Der Flughafen stellte ca. ab 22 Uhr seinen Betrieb ein. Den beginnenden Flugverkehr am frühen Morgen habe ich persönlich nicht mitbekommen, obwohl das Zimmer genau dort hin wies.
In Bremen wurden übringends Teile der ISS enwickelt. Ein kleines Raumfahrtmuseum findet man im Flughafen.
Am nächsten Tag um 10:30 ging es dann mit dem Reisebus zurück in die Innenstadt. 10 Minuten Fahrt, dann waren wir da. Bis zur Abfahrt um 16 Uhr war die Zeit zur freien Verfügung. Diese Zeit habe ich genutzt um ein paar Bilder zu schießen. Wir waren etwas essen, haben eine kleine Hafenrundfahrt gemacht (9,50 € pro Person, ca. 90 Minuten) und sind die Promenade entlang spaziert.
Statuen in der Böttcherstrasse:
Ein Brunnen der an die freizügige Zeit der Bremer erinnert. Hier werden 3 Personen zusammen in einer Wanne dargestellt. Was die da wohl getrieben haben?:
Die Stadtmusikanten in bunter Form:
Und der Klassiker: (übrigends: berührt man beide (!) Beine des Esels und wünscht sich was (den Wunsch nicht weitersagen!) soll er in Erfüllung gehen!)
Die Stadt ist geprägt von engen Winkeln und Gassen. Hier liegt der ganze Scharm der Stadt, besondern im Schnoorviertel:
Eines der kleinsten Häuser im Schnoorviertel. Hier hat früher eine Familie mit 9 (!) Kindern gewohnt!
An der Promenade ankert ein altes Schiff mit großen Bullaugen und Kanonen. Es dient als “Pfannkuchen-Schiff”. Ich schätze so ca. 50 bis 70 unterschiedliche Variationen gibt es zur Auswahl.
Auf der Hafenrundfahrt gibt es viele Kräne und Schiffe zu sehen. Kein Wunder, in Bremen wird alles was es zu kaufen gibt in den verschiedenen Häfen umgeschlagen und weltweit verschifft.
Der Weihnachts-Träume-Laden. Hier wird das ganze Jahr Weihnachtsdekoration verkauft.
Ein Fahrradschlauch – Automat? Hat man sowas schon gesehen? Also ich zummindest nicht. Klar hier fährt jeder mit dem Rad, ist ja auch alles schön flach.
Es gibt also allerlei zu sehen. Alte Häuser, Brunnen, Gassen, Restaurants und und und….

Der Besuch dieser schönen Stadt lohnt sich auf jeden Fall.
Noch ein Tipp: Zum Essen- gehen sollte man die Promenade aufsuchen. Hier gibt es teilweise Buffet – Angebote. Innerhalb der Stadt gibt es zum Teil wenig Auswahl zu versalzenen Preisen.
Wer eine schöne Route an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei sucht und gerne spaziert, sollte innerhalb der Stadt auf abwechselnd silbern – bronze farbene Knöpfe auf dem Boden achten. Diese führen quer durch die Stadt und schaffen einen schönen Rundgang!




















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